Gewaltfreie Kommunikation

Häufig stehen wir ratlos vor Meinungsverschiedenheiten oder Konflikten. In solchen angespannten Situationen wäre es hilfreich zu wissen, welche Kommunikationsformen uns blockieren und wie wir einander zuhören und verstehen können. Wie lässt sich ein offenes,einfühlsames Miteinander gestalten?

Hierfür hat Marshall Rosenberg das Modell der Gewaltfreien Kommunikation entwickelt, das sowohl einem Sprachmodell als auch einer inneren Haltung entspricht. Dieses Modell bestärkt uns darin, wertfrei zu beobachten, Gefühle und Bedürfnisse zu benennen, Bitten zu formulieren und zur Lösung von Konflikten und damit zum Wohlergehen aller (einschließlich uns selbst) beizutragen.

 

Marshall Rosenberg

In den 60er Jahren entwickelte der Psychologe Marshall Rosenberg das Grundmodell der Gewaltfreien Kommunikation (GFK), das er im Rahmen seiner Tätigkeiten kontinuierlich verfeinerte. 1984 gründete M. Rosenberg das Center for nonviolent communication und wirkt weltweit als Konfliktmediator.

 

Die Vermittlung der GFK

In der Arbeit mit dem Modell der Gewaltfreien Kommunikation werden die unterschiedlichen Sicht- und Sprechweisen einer "verbindenden bzw. getrennten Kommunikation" sichtbar gemacht. Tiere- wie der Wolf und die Giraffe- werden symbolisch eingesetzt und unterstützen uns darin, die Unterschiede zu erkennen und zu verstehen. Dabei geht es nicht um richtig oder falsch, sondern um die Schulung der eigenen Wahrnehmung für den Gesprächsprozess. Im Mittelpunkt stehen die Gefühle und Bedürfnisse.

Wenn ich verstehe, aus welcher Motivation ich als auch der "Gesprächspartner" handelt, kann es gelingen, in Kontakt zu bleiben. Es entsteht "verbindende Kommunikation".

 

GFK im Kindergarten und in der Schule

Erwachsene und Kinder lernen tragfähige zwischenmenschliche Beziehungen zu pflegen.

Sie können auftretende Konflikte friedlich und konstruktiv lösen und auf diese Weise dazu beitragen, dass eine offene, vertrauensvolle Lernatmosphäre entsteht.

 

Darüber hinaus werden Einfühlungsvermögen und Selbstvertrauen positiv gefördert.

 

GFK kann als eigenes Konzept als auch Ergänzung von bestehenden gewaltpräventiven Konzepten gesehen werden.